Am 05.02.2026 trafen sich die Geschichtskurse der MSS12 der IGS Schönenberg-Kübelberg, in Kooperation des Instituts für Kino und Filmkultur (IKF), im Broadway-Kino in Ramstein, um den Vorbehaltsfilm „Hitlerjunge Quex“ anzusehen.
Der Spielfilm „Hitlerjunge Quex“ stammt aus dem Jahr 1933 und ist ein Propagandafilm aus der Zeit des Nationalsozialismus. Aufgrund seiner Inhalte wird er daher heute als Vorbehaltsfilm eingestuft. Seine Aufführung unterliegt demnach besonderen Beschränkungen und darf nur im Bildungskontext und unter pädagogischer Anleitung stattfinden. In unserem Fall war dies Herr Klingelhöfer, ein geschulter Fachreferent des Instituts für Film und Kultur.
Vor Ort haben wir zunächst über die Entstehung und den Inhalt des Films gesprochen. Wir erhielten außerdem einführende Informationen über die manipulative Wirkung und Ziele der NS-Propaganda sowie deren Einsetzung von Feindbildern. Anschließend haben wir das Filmplakat von „Hitlerjunge Quex“ analysiert, wobei bereits erste Wirkungsabsichten der NS-Propaganda erkennbar waren.
Der Film spielt in der Endphase der Weimarer Republik, genauer gesagt während der heftigen Straßenkämpfe zwischen Kommunisten und Nationalsozialisten Anfang der 1930er Jahre. Die Handlung spiegelt die politischen Unruhen kurz vor der Machtübernahme der Nationalsozialisten wider. Der Junge Heini Völker muss sich zwischen der kommunistischen Jugend und der Hitlerjugend entscheiden. Seine Familie ist stark kommunistisch, er aber fühlt sich stark zu den Nationalsozialisten und der Hitlerjugend, in der er freundlich aufgenommen wird, hingezogen. Seinen Vater verärgert das sehr. Letztendlich wird er von Kommunisten getötet.
Nach der Filmvorstellung wurde über dessen Wirkung auf die Zuschauer gesprochen. Dabei wurde schnell klar, welchen Einfluss die manipulative und unterbewusste Propaganda auf die Menschen damals hatte. Indem Informationen einseitig dargestellt werden und durch das Erzeugen von Feindbildern wurden die ideologischen Vorstellungen der Nationalsozialisten verbreitet. Die im Film gezeigten Propaganda- und Gestaltungsmittel sowie die unterbewusste Volksverhetzung wurden aufgedeckt und reflektiert.
Die MSS 12 bedankt sich bei ihren Geschichtslehrern sowie herzlich bei Herrn Klingelhöfer, der uns bei der Aufführung des Films inhaltlich begleitet hat und so für einen interessanten und erkenntnisreichreichen Vormittag gesorgt hat.
Link zum Institut für Kino und Filmkultur und weitere Informationen zum Thema:
https://kriminalpraevention.rlp.de/programme-/-fortbildung/programme/die-luegen-der-nazis









