Am 11.03.2026 hatten 40 Schülerinnen und Schüler der IGS Schönenberg-Kübelberg/Waldmohr mit ihren Lehrern der Fachbereiche Informatik, KuM (Kommunikation und Medien) und WuT (Wirtschaft und Technik) in Zusammenarbeit mit dem Karriereberatungsbüro der Bundeswehr in Kaiserslautern die Gelegenheit, das ITBtl 282 in Kastellaun zu besuchen. Begleitet wurden alle von Oberstabsfeldwebel Eberle und seiner Kollegin Frau Greif. Einen Tag lang konnten Fahrzeuge, Ausrüstung und IT-Technik kennengelernt, Grundlagen über das „Leben im Felde“ (z.B. Feuer machen) praktisch erprobt, sowie Informationen über die Bundeswehr als Arbeitgeber erfahren werden.
Da es auch ein Wiedersehen mit einem ehemaligen Schüler der Schule gab, war das Eis schnell gebrochen. Durch viele persönliche Gespräche kristallisierten sich schnell zwei Momente heraus, die für das Selbstverständnis der IT-Einheiten und den Dienst der IT-Soldaten zentral sind: Verantwortung und Technik.
Verantwortung für Technik
Jedes einzelne der sechs IT-Bataillone der Bundeswehr ist in der Lage, aus dem Nichts eine komplette nachrichtentechnische Infrastruktur für mehrere tausend Teilnehmer zu errichten. IT-Soldaten haben daher die Verantwortung für die Einsatzbereitschaft einer hochwertigen leistungsstarken technischen Ausrüstung. Für deren Bedienung braucht es die unterschiedlichsten Fachleute, sodass sich die Schülerinnen und Schüler bei den Soldaten jeweils über die verschiedenen Ausbildungsberufe, Arbeits- und Einsatzbereiche, sowie Laufbahnen bei der Bundeswehr informieren konnten.
Verantwortung durch Technik
Durch die persönlichen Begegnungen vor Ort wurde den Teilnehmern schnell deutlich, was es heißt, heute Soldat bei der Bundeswehr zu sein – denn dies schließt durchaus eine Verwendung im Ausland oder im Katastrophenfall wie bei der Flutkatastrophe im Ahrtal mit ein. Hier leisten die IT-Soldaten durch die Bereit- und Sicherstellung der Kommunikationswege einen wichtigen Dienst, um den erfolgreichen Einsatz vor Ort gewährleisten zu können.
Es ist ein Dienst, der allerdings nicht ohne Gefahr für Leib und Leben ist. Beim Kennenlernen und Anlegen der persönlichen Schutzausrüstung, bei der Vorstellung verschiedener Waffensysteme und bei der abschließenden Gesprächsrunde wurde diese Tatsache nicht beschönigt. Doch mit der aktuellen weltpolitischen Lage im Hinterkopf wurde den tieferen Sinn der Aussage, mit der ein Kompaniechef des Bataillons den Auftrag der Bundeswehr im Allgemeinen und seiner Einheit im Besonderen knapp zusammenfasste, nachvollziehbar: „Einsatzfähigkeit herstellen, um möglichst nie eingesetzt werden zu müssen.“
Für die Schülerinnen und Schüler war dieser Besuch ein „Schultag“ der ganz anderen Art: ein Tag voller Eindrücke und Erlebnisse, Informationen und Begegnungen im Spannungsfeld zwischen (Welt-) Politik und persönlicher beruflicher Entwicklung; ein Tag, der sich auf jeden Fall gelohnt hat!









