Rio de Janeiro – Ein großer Moment für den deutschen Fechtsport: Constantin Banowitz aus Homburg hat sich bei der U17-Weltmeisterschaft eindrucksvoll präsentiert und sich einen Platz im ersten Drittel der weltbesten Kadettenfechter gesichert.
Als einer der aktuell stärksten Nachwuchsfechter Deutschlands hatte sich Banowitz im Vorfeld für das internationale Top-Event qualifiziert und vertrat dort den Deutschen Fechterbund gegen 140 der besten Talente aus aller Welt. Schon in der Vorrunde zeigte der junge Athlet Nervenstärke und Klasse: Mit fünf Siegen bei nur einer Niederlage focht er sich souverän auf Rang 17 in der Setzung und damit direkt ins Tableau der besten 64 Fechter.
Dort wartete mit dem Chilenen Andres Grageda ein starker Gegner. Banowitz begann das Gefecht konzentriert und lag zwischenzeitlich mit 12:9 in Führung. Doch im entscheidenden Moment machten sich körperliche Probleme bemerkbar. Wadenkrämpfe – offenbar Nachwirkungen einer kurz vor der WM überstandenen Erkältung – bremsten den Fechter des Fechterrings Hochwald Wadern aus. Am Ende musste er sich mit 12:15 geschlagen geben und verpasste damit den Einzug in die Top 32 nur knapp.
Trotz der Enttäuschung über das Ausscheiden überwiegt das Positive: Mit Platz 41 erreicht Banowitz ein Ergebnis im ersten Drittel eines hochkarätig besetzten Teilnehmerfeldes – ein beachtlicher Erfolg auf internationaler Bühne.
Viel Zeit zum Durchatmen bleibt dem Schüler der IGS Schönenberg-Kübelberg jedoch nicht. Gemeinsam mit seinem Trainer Peter Molter richtet er den Blick bereits nach vorne. In den kommenden Wochen steht die intensive Vorbereitung auf den letzten Saisonhöhepunkt an: die Deutsche U17-Meisterschaft in Bielefeld. Dort will Banowitz noch einmal angreifen – und zählt nach seiner starken Leistung von Rio zum erweiterten Favoritenkreis. Die Konkurrenz darf sich auf einen hochmotivierten Fechter einstellen, der gezeigt hat, dass er auch auf der ganz großen Bühne bestehen kann.









