Schwitzende Schauspieler, rasante Rollenwechsel und eine erschreckend aktuelle Geschichte: Am 19. Juni 2026 besuchten die DS-Kurse 8 und 9 die Werkstattbühne des Pfalztheaters in Kaiserslautern. Auf dem Spielplan stand George Orwells Klassiker „Farm der Tiere“.
Schon die Fahrt brachte uns bei sommerlichen Temperaturen ordentlich ins Schwitzen. Das war aber gar nichts gegen das, was die drei Schauspielerinnen und Schauspieler auf der Bühne leisteten! In mörderischem Tempo wechselten sie Rollen, Kostüme und Requisiten. Ob Schwein, Pferd, Huhn, Bauer oder der skeptische Esel – im fliegenden Wechsel erwachten alle Figuren zum Leben. Ein echtes Meisterwerk an Timing und Verwandlungskunst, das uns schwer beeindruckt hat.
Die Story ist weltberühmt: Getrieben vom Traum eines gerechten Lebens proben die Tiere den Aufstand. Sie jagen ihren versoffenen Bauern vom Hof und geben sich eigene, faire Regeln. Eine Zeit lang läuft alles perfekt – Happy End? Von wegen! Schon bald reißen die machtgierigen Schweine die Kontrolle an sich. Sie manipulieren die Gesetze klammheimlich zu ihrem Vorteil und verbreiten durch scharfe Hunde Angst und Schrecken. Der Traum von Freiheit wird zum Albtraum einer Diktatur. Wann wäre der richtige Zeitpunkt gewesen, einzugreifen?
Am Ende blieb die unbequeme Erkenntnis: Manipulation, Egoismus und Machtmissbrauch sind kein verstaubtes Märchen. Sie kommen uns auch heute in der realen Welt verdammt bekannt vor. Die „Farm der Tiere“ ist überall. Es braucht Mut und fordert uns täglich heraus, die Schweine im Boss-Anzug rechtzeitig zu entlarven, bevor es zu spät ist.











