Intensive Proben, Textlernen und spontane Umbesetzungen liegen hinter uns – und das Ergebnis kann sich sehen lassen: Der DS-10-Kurs präsentierte am 8. Mai sein Theaterstück „Lebens(T)räume“ in der Aula. Ein Stück, das unter die Haut ging, wie schon der Prolog verriet:
„Man sieht einer Schule nicht an, wenn in ihr die Welt zerbricht. Für die Außenwelt bleibt sie ein Zweckbau aus Beton und Glas – Routine, Lärm, Alltag. Doch hinter den Türen der Klassenzimmer existiert ein eigenes Universum: Ein Geflecht aus Hoffnungen, Ängsten, erster Liebe und einem Druck, der die Luft zum Atmen nimmt. Heute geht es um eine ganz normale Klasse. An einem ganz normalen Freitag. Noch ahnt niemand, welches Ereignis die Grenze zwischen Realität und Albtraum verwischt. Doch bevor die Stille eintritt, müssen wir verstehen, wer sie waren. Wir müssen uns fragen: Was sind das für Jugendliche? Was treibt sie an? Wer sind sie?“
Auf diese Fragen gaben die Jugendlichen in tiefgründigen Monologen und dynamischen Spielszenen selbst die Antwort. Das Publikum lernte Schicksale kennen, die aufrütteln: Jenny, die viel zu schnell aufgibt; Lilly, die es immer allen recht machen will und sich dabei selbst vergisst; Mehmet, der seine Fassade schützen muss, und Zoe, die vor dem Abgrund steht. Ein Stück, das in jeder Schule spielen könnte. Denn geärgert wird immer und überall.
Der Weg zum Applaus war dabei eine echte Teamleistung: Kurzfristige Krankheitsfälle machten dem Kurs schwer zu schaffen, sodass am Aufführungstag drei DarstellerInnen fehlten. Doch mit enormer Spielfreude und starker Bühnenpräsenz wuchs das verbliebene Ensemble über sich hinaus. Es gelang den Schülern und Schülerinnen, das schwierige Thema Mobbing und psychischen Druck hautnah greifbar zu machen.
Am Ende wich die gebannte Stille im Publikum einem langanhaltenden Applaus. Ein großes Dankeschön gilt allen Beteiligten dieses wichtigen Projekts!










